Die Lehren von Pilotenprojekten

26.06.2020

Ende letzten Jahres wurde die niederländische Studie "Lehren ziehen aus den Pilotprojekten mit selbstfahrenden Shuttles in den Niederlanden" veröffentlicht, in dem siebzehn Projekte mit autonomen Shuttles evaluiert werden. Die Studie wurde vom Niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in Auftrag gegeben und von der Agentur Goudappel Coffeng ausgeführt. Die Autoren argumentieren, dass das selbstfahrende Auto eine der "disruptivsten" Entwicklungen in der Mobilität darstellt und konstatieren gleichzeitig, dass es noch ein langer Weg ist, um vollständig selbstfahrende Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zu schicken. Pilotprojekte sind ein wichtiges Mittel, um Erfahrungen zu sammeln. Es besteht jedoch die Gefahr, dass das gewonnene Wissen nur innerhalb des jeweiligen Pilotprojektes bleibt. Der Report wurde nicht nur veröffentlicht um einen Einblick in die Erfolge zu geben, sondern insbesondere auch um die Stolpersteine und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu teilen.

Die gut zu lesende Studie von rund 40 Seiten basiert auf Interviews mit vielen Stakeholdern. Sie geben einen Überblick über Aspekte, die den Verlauf von Pilotprojekten beeinflussen, wie z.B. die Zulassung des Fahrzeugs, die (technische) Funktionsweise der Shuttles, die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern, den Einfluss der Wetterbedingungen, die Durchführung von Notstopps, die Organisation von Pilotprojekten, die Zeitplanung, den Einsatz von Stewards, die Verkehrssicherheit und die Reaktion der Öffentlichkeit. Der niederländische Report befindet sich im Wissensportal der I-AT-Website.

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